Dementielle Erkrankungen stellen eine große Herausforderung an die Gesundheits- und Sozialpolitik, aber auch an die Wissenschaft dar. Verwirrte alte Menschen sind nicht an dem zu "messen" oder zu "bewerten", was sie nicht können, sondern vielmehr ist der Blick darauf zu richten, dass auch verwirrte Menschen eine Ganzheit aus Seele, Geist und Körper darstellen und dass diese verschiedenen Dimensionen unterschiedliche Bedürfnisse hervorbringen, die befriedigt werden wollen.
Es gibt eine Reihe förderlicher Bediingungen, die die Situation des Erkrankten und seiner Angehörigen erleichtern können - diese Bedingungen liegen vor allem im Bereich der Pflege, der Milieu- und Umfeldgestaltung, wie auch die Lachtherapie. Durch körperliche, emotionale und auch geistige Aktivierung können Verbesserungen erzielt werden. Selbst für verschiedene körperbezogene Probleme wie Inkontinenz, Probleme der Nahrungsaufnahme und des Liegens gibt es viele Hilfen.
Auch im Anfangsstadium sollte das Trainieren von Denk- und Gedächtnisleistungen nur behutsam durchgeführt werden, ansonsten besteht die Gefahr, dass dem Betroffenen seine nachlassenden geistigen Fähigkeiten immer vor Augen geführt werden. Ähnliches gilt für den früher populären Ansatz des Realtitäts-Orientierungs-Trainings.
Lachtherapien gehören in Amerika und England zum Krankenhausstandard. Clowns werden engagiert, um Kinder oder ältere Patienten zu erheitern. Aber auch bei uns in Deutschland setzt sich das Ganze langsam durch. Düsseldorfer Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass fröhliche Menschen ein besseres psychologisches Abwehrsystem haben. Denn Lachen löst Verspannungen, und das wirkt heilsam.

Der 1. Internationale Kongress "Humor in der Therapie" wurde am 5. Oktober 1996 im Kongresszentrum der Messe Basel veranstaltet. Es war eigentlich ein "Versuchsballon", denn niemals zuvor hatte es außerhalb der Vereinigten Staaten eine ähnliche Tagung gegeben. Die eingeladenen Experten aus Mitteleuropa und den USA berichteten über Ergebnisse aus dem Bereich der Lachforschung ("Gelotologie"). Daneben wurden die "paradoxen" Voraussetzungen für die gezielte Anwendung von therapeutischen Humor im klinischen Bereich vorgestellt und in den Workshops am Nachmittag demostriert. Die Arbeit "therapeutischer Clowns", die bei diesem Kongress erstmals vorgestellt wurde machte in spielerischer Weise deutlich, wohin dieser Weg führen kann.
