"Der
Lebenszweck des Arztes besteht darin, den Patienten zu unterhalten,
während die Natur heilt."
Voltaire
Pionierarbeit:
Dr. Clown seit 12 Jahren professionell unterwegs in Seniorenheimen
mit experimentellem Humor
Wir
lassen uns von den Defiziten der Kranken häufig zu sehr anstecken,
sind verzweifelt und resignieren. Doch wie der Kranke fühlt
oder denkt, wissen wir oft nicht. Lachen kann selbst ein Demenzkranker
noch. Dabei fühlt er sich vermutlich genauso wohl wie wir,
wenn wir lachen. Fördern wir sein Lachen, geht es ihm, wenn
auch nur kurzzeitig, besser. Dr. Clown als "Lach-Mediator"
und Modell unterstützt die "Lach-Kompetenz" des
Kranken und seiner Umwelt. Er "neutralisiert" und unterhält,
was die Selbstheilungskräfte des Kranken aktiviert.
Natürlich
wird der "Dr.Clown" nicht wie ein Clown im Zirkus oder
bei Kindern Mißgeschicke vorführen oder Demenzkranke
dazu verleiten. Er verbündet sich mit dem Emotionalen des
Kranken, spürt dessen inneren Frohsinn auf und fördert
diesen, sich auch zu zeigen. Wer lacht, schimpft nicht, ist nicht
aggressiv oder "verhaltensgestört". Wer lacht,
dämmert nicht vor sich hin. Wer lacht, ist in diesem Moment
gesund. Hierfür benötigt Dr. Clown natürlich alle
seine Fähigkeiten, damit der Kranke sich auch traut, zu lachen.
Wie häufig ist doch symbolhaftes Verhalten von Demenzkranken
für "Verstandesmenschen"("Normale") unverständlich,
närrisch oder bizarr. Der Dr. Clown hilft uns, dieses besser
zu verstehen und vom Demenzkranken zu lernen!
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"Bei
meiner Behandlung halte ich die höchste mir mögliche
Schwingung, die
dann zur dominanten Frequenz wird. Der "Heiler" (der
sonst als "Patient"
bezeichnet wird), das heißt derjenige, dessen Körper
heil wird, lässt sich
einfach von meiner Schwingung mitreißen und gleicht sich
ihr an. Ich stelle
nur eine Resonanzenergie zur Verfügung, die dem anderen erlaubt,
sich selbst zu heilen.
Wenn ein Klavier und eine Gitarre gestimmt sind und auf dem Klavier
die Note
g angeschlagen wird, gerät auch die g-Saite auf der Gitarre
in Schwingung,
sie gehen miteinander in Resonanz."
Aachener Nachrichten:
Dr. Clown revitalisiert
Menschen mit Alterserscheinungen und Demenz
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ST. NIKOLAUS DÜREN +
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DEMENZPROJEKT ESCHWEILER +
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HOSPIZ +

Was seht
ihr Schwestern .......
Was
seht ihr Schwestern, was seht ihr? Denkt ihr, wenn ihr mich anschaut:
Eine mürrische, alte Frau, nicht besonders schnell, verunsichert
in ihren Gewohnheiten, mit abwesendem Blick, die ständig
beim Essen kleckert, die nicht antwortet wenn ihr mit ihr meckert,
weil sie wieder nicht pünktlich fertig wird. Die nicht so
aussieht als würde sie merken, was ihr mit ihr macht. Die
willenlos alles mit sich machen läßt: " Füttern,
waschen und alles was dazu gehört".
Denkt
Ihr denn so von mit, Schwestern, wenn Ihr mich seht, sagt?
Öffnet
die Augen, Schwestern, schaut mich genauer an! Ich will Euch erzählen,
wer ich bin, die hier so still sitzt, die macht, was ihr möchtet
und ißt und trinkt, wann es Euch paßt!
Ich
bin ein zehnjähriges Kind mit einem Vater und einer Mutter,
die mich lieben und meine Schwester und meinen Bruder.
Ein
sechzehnjähriges Mädchen, schlank und hübsch, die
davon träumt, bald einem Mann zu begegnen.
Eine
Braut, fast zwanzig, mein Herz schlägt heftig bei dem Gedanken
an die Versprechungen, die ich gegeben und gehalten habe.
Mit
fünfundzwanzig, noch habe ich eigene Kleine, die mich zu
Hause brauchen.
Eine
Frau mit dreißig, meine Kinder wachsen schnell und helfen
einander.
Mit
vierzig, sie sind alle erwachsen und ziehen aus. Mein Mann ist
noch da und die Freude ist nicht zu Ende.
Mit
fünfzig kommen die Enkel und sie erfüllen unsere Tage,
wieder haben wir Kinder - mein Geliebter und ich.
Dunkle
Tage kommen über mich, mein Mann ist Tod. ich gehe in eine
Zukunft voller Einsamkeit und Not. Die Meinen haben mit sich selbst
genug zu tun, aber die Erinnerungen von Jahren und die Liebe bleiben
mein. Die Natur ist grausam, wenn man alt und krumm ist, und man
wirkt etwas verrückt.
Nun
bin ich eine alte Frau, die ihre Kräfte dahinsiechen sieht,
und der Charme verschwindet.
Aber
in diesem alten Körper wohnt immer noch ein junges Mädchen,
ab und zu wird mein mitgenommenes Herz erfüllt. Ich erinnere
mich an meine Schmerzen, und ich liebe und lebe mein Leben noch
einmal, das allzuschnell an mir vorbeigeflogen ist und akzeptiere
kühle Fakten, daß nichts bestehen kann.
Wenn
Ihr Eure Augen aufmacht, Schwestern, so seht Ihr nicht nur eine
mürrische alte Frau. Kommt näher, seht mich.
Dieses
Gedicht wurde auf einer Sozialstation bei einer verstorbenen Patientin
gefunden.